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Wirkung der Wilhelms Best Bodenhilfsstoffe

Die Wilhelms Best Mykorrhiza-Pilze (rot) erschließen Nährstoffe (NPK u. a.) und Wasser und transportieren sie in die Wurzel der Kulturpflanzen. Die Wilhelms Best Bakterien (B) erschließen Nährstoffe (NPK u. a.) für ihre Kulturpflanzen.

Bodenhilfsmittel Mykorrhiza-Pilze

Rhizophagus irregularis

Was tut der Mykorrhiza-Pilz direkt und indirekt für die Wirtspflanzen:

  • Liefert Nährstoffe wie Phosphor, Ammonium, Kupfer, Zinn, Eisen und Nickel. Die kleinen Hyphen vergrößern das Erschließungsvolumen um das bis zu 1000 fache.
  • Liefert extra Wasser aus nicht erreichbaren Bodenregionen und die Hyphen selber dienen als Wasserspeicher.
  • Bilden natürliche Barrieren gegen Krankheitserreger (Kartoffelnematoden sind 10 bis 100 Mal zu dick um in Hyphen einzudringen) und wirken als Nahrungsmittelkonkurrenten für Schadorganismen.
  • Verbesserung der Bodenstruktur durch verkleben von mineralischen und organischen Bodenpartikel. Die dadurch entstandenen Poren sind sehr wichtig bezüglich der Wasser- und Luftversorgung. Erosionen werden stark reduziert, Verschlämmungen werden vermieden.

Pflanzenwachstumsfördernde Bodenbakterien

(PGPB Plant Growth Promotion Bacteria)

Azotobacter chroococcum

Bei der Namensgebung dieser Bakteriengattung leitet sich die Vorsilbe „Azoto“ aus dem fr. Wort für Stickstoff („azote“) ab. Damit wird eine der wichtigsten Eigenschaften dieses Bakteriums erwähnt, die Stickstofffixierung. Somit ist die Wirkung dieses Bodenbakteriums bei der Anwendung in der Landwirtschaft vergleichbar mit der Stickstoffdüngung. Azotobacter chroococcum kann Luftstickstoff (N2) biologisch fixieren und der Pflanze verfügbar machen. Durch die Nutzung dieser biologischen N2- Fixierung (meist pro Jahr 10-20 kg N/ha) kann auf die energie- und kostenintensive Produktion von „Industriestickstoff“ teilweise verzichtet werden. Dadurch ist die Gefahr einer Auswaschung von Nitratverbindungen ins Grundwasser verringert. Es werden außerdem höhere Erträge erzielt! Die Ertragssteigerung bei zuckerhaltigen Pflanzen ist hierbei am höchsten (diese stellen genug Zucker für die kostenintensive N2-Fixierung der Bakterien bereit). Die Stickstofffixierung funktioniert optimal, da das Bakterium im Innern der Pflanze lebt (ähnlich wie Rhizobien). Azotobacter chroococcum steht zudem nicht in Konkurrenz zu Bodenbakterien. Eine weitere Eigenschaft von Azotobacter chroococcum ist die Produktion von Pflanzenhormonen, welche ein verbessertes Wachstum des Sprosses sowie der Wurzeln bewirken.

Paraburkholderia phytofirmans

Bei diesem Bakterium handelt es sich um ein im Pflanzeninnern lebendes Bakterium, ähnlich wie die Knöllchenbakterien (dazu müssen aber nicht extra Organellen gebildet werden). Dadurch ist die Wirkung im Vergleich zu normalen Bodenbakterien auf die Pflanze besser, da Paraburkholderia phytofirmans im direkten Kontakt mit der Pflanze steht (hierbei ist die Wirkung auch nicht nur auf die Wurzel beschränkt). Dieses Bakterium unterstützt die Pflanze sowohl bei Kälte-, Trockenheit-, als auch bei Salzstress und ermöglicht so eine Ertragssteigerung. Da das Wachstum des Bakteriums schon bei geringen Temperaturen aktiv ist, eignet es sich auch gut bei Pflanzen, die schon in kühleren Monaten ausgesät werden. In unseren Labortests hat Paraburkholderia phytofirmans sich auch als guter Löser von anorganischen und organischen Phosphat bewährt (somit kann er die Pflanze mit für sie schwer verfügbaren Mineralstoffen versorgen). Des Weiteren produziert es einige wichtige Pflanzenhormone, die sowohl das Pflanzenwachstum unterstützen, als auch das Pflanzenimmunsystem weniger anfällig gegen Pflanzenpathogene macht.

Stenotrophomonas phytofirmans

Dieses Bodenbakterium besiedelt die Wurzeln der Wirtspflanzen. Von dort aus produziert und scheidet es bei Trockenheit oder Salzstress Stoffe in die Umgebung aus, um die Pflanze (und sich selbst) gegen Stress zu schützen. Mit Hilfe dieser Stoffe wird der Wasserhaushalt der (Pflanzen-)Zellen aufrecht gehalten. Da es schon bei kühlen Temperaturen aktiv ist, eignet es sich auch bei kühlen Klimabedingungen. Die Stressabwehr der Pflanze wird weiterhin durch die Produktion von Pflanzenwachstumshormonen verstärkt. Somit können Ertragssteigerungen im Vergleich zu nicht behandelten Pflanzen bei Trockenperioden erreicht werden. Zu guter Letzt vermindern sie das Auftreten von durch Pilzen und Bakterien auftretenden Krankheiten bei den Pflanzen.

Bacilli und Paenibacilli

Neben Mykorrhizapilzen sind auch eine Vielzahl von Bakterien dieser Gattungen bekannt für die Lösung von sowohl anorganischen als auch organischen Phosphor aus dem Boden (neben anderen Nährelementen wie K, S, Zn…). Sie gewährleisten somit eine einwandfreie Versorgung der Pflanze mit Nährstoffen. Diese Bakterien setzen dabei sowohl Säuren als auch spezifische Enzyme zur Lösung des im Boden festgesetzten und sonst nicht für die Pflanze und die Mykorrhiza zugänglichen Phosphats ein. Zudem können die Phosphordüngekosten reduziert werden bei gleichzeitiger Ertragssteigerung. Eine Kombination mit Mykorrhiza-Pilzen kann den Transport dieser wertvollen und lebenswichtigen Nährstoffe sogar verbessern. Zusätzlich besitzen diese Bakterien Mechanismen, die sich förderlich auf die Pflanzengesundheit auswirken und deren Kombination dann zu verbesserten Effekten führt.

Bacillus velezensis

Dieser Stamm zeichnet sich zusätzlich durch die Produktion von Pflanzenhormonen aus, die die Keimung und Wurzelbildung der Wirtspflanzen verbessern. Weiterhin bildet er einen Biofilm über die Wurzeloberfläche, der somit verhindert, dass pathogene Keime die Pflanze besiedeln. Zudem scheidet Bacillus velezensis Produkte aus, die negative Auswirkungen auf pflanzenpathogene Pilze und Bakterien haben.

Bacillus amyloliquefaciens

Bacillus amyloliquefaciens zeichnet sich wie sein naher Verwandter Bacillus velezensis durch die Produktion von Pflanzenhormonen aus, die die Keimung und Wurzelbildung der Wirtspflanzen verbessern. Weiterhin bildet er genauso einen Biofilm über die Wurzeloberfläche, der somit verhindert, dass pathogene Keime die Pflanze besiedeln. Des Weiteren fördert Bacillus amyloliquefaciens durch die Ausscheidung von Produkten die Pflanzenabwehr gegenüber pflanzenpathogenen Pilzen und Bakterien.

Bacillus pumilus

Bacillus pumilus sticht besonders durch seine kompostierenden Eigenschaften hervor. Des Weiteren wirkt er sich positiv auf die Bodengesundheit aus, besonders hinsichtlich der Zusammensetzung der vorherrschenden Mikroorganismen. Somit kann er das Pflanzenwachstum langfristig positiv beeinflussen, auch dann noch, wenn er gar nicht mehr im Boden zu finden ist. Diese Eigenschaft macht ihn im Vergleich zu den anderen Bakterien unserer Produkte einzigartig (die nur bei aktuell hohen Konzentrationen dieser im Boden Effekte erzielen). Durch die Besiedelung der Bereiche zwischen den Wurzelzellen der Pflanze ist er gut gegen schädliche Mikroorganismen geschützt. Zusätzlich scheidet Bacillus pumilus Produkte aus, die besonders gut gegen pathogene Pilze wirken.

Paenibacillus validus

Paenibacillus validus zeichnet sich nicht wie die anderen Bacilli durch die Phosphatlösung aus, ist aber besonders wichtig im Zusammenspiel mit den Mykorrhizapilzen. Von ihm werden Stoffe produziert, die das Wachstum der Pilze unterstützen und die Sporulierung erhöhen. Dieses Bakterium hat somit einen direkten Effekt auf die Mykorrhizierung und verbessert die Versorgung der Pflanze mit Nährstoffen signifikant! Zudem scheidet Paenibacillus validus Produkte aus, die besonders gut gegen pathogene Pilze wirken.

Symbiontische Bakterien der Leguminosen

Rhizobien (Knöllchenbakterien)

Rhizobien (abgeleitet vom altgriechischen ῥίζα rhiza = Wurzel und βίος bios = Leben) sind weit verbreitete Bodenbakterien. Sie bilden mit Hülsenfrüchtlern (Leguminosen; z.B. Soja, Erbsen, Bohnen, Linsen, Klee, Luzerne) eine sehr effiziente Wurzelsymbiose zur biologischen Luftstickstoff(N2)-Fixierung. Dabei werden von der Pflanze spezielle Organe gebildet, die sogenannten Wurzelknöllchen, in denen die Rhizobien leben und hocheffizient N2 fixieren. Je nach Pflanzenart sind Mengen von bis zu 50-200 kg N/ha pro Jahr möglich. Der Pflanze werden dadurch direkt in der Wurzel große Mengen leicht verwertbare Stickstoffverbindung zur Verfügung gestellt, womit die Stickstoffdüngung deutlich verringert werden kann. “Rhizobien” ist hier ein Überbegriff, jede Leguminose bildet nur mit bestimmten Arten aus den verschiedenen Rhizobiengattungen eine Symbiose. Es gibt Rhizobien für Soja (Bradyrhizobium japonicum), Bohnen/Erbsen/Wicken (Rhizobium leguminosarum bv. viciae), Luzerne (Ensifer meliloti), Lupine (Bradyrhizobium lupini) und Klee (Rhizobium leguminosarum bv. trifolii).